Verwerfung


2026

mehrteilige Landschaftsinstalation mit über 3000 keramischen Kleinplastiken, Fotograhpien in Frachtkontainern und observatorienartigen Geländearbeiten


Wie fossile Artefakte sind unzählige Kleinplastiken in einem kreisförmig angelegten Feld, das vage an die Anlage prähistorischer Observatorien erinnert, in den Boden eingebracht.
In der Mitte des Thüringer Beckens gelegen, bietet die Landschaft der Region eine seltene geologische Vielfalt. Durch historische Überlagerungen und die Wechselwirkung von Mensch und Natur entstehen hier stets neue Artefakte und Geschichten. Die Ausstellung fügt dem seit Urzeiten an Muscheln und Fossilien reichen Boden eine neue künstlerische Schicht hinzu. Als künstliche, visuelle Leitfossilien lassen sie den Blick der Besucher:innen nicht nur über die Weite des Thüringer Beckens streifen, sondern auch in dessen Tiefenschichten und die Erzählungen des Grundes eintauchen. 
Diese Relikte unserer Wegwerfgesellschaft, die nach der Ausstellung im Boden verbleiben, hinterfragen unser Konsumverhalten als Vermächtnis für künftige Generationen und verweisen auf den Boden als dessen Archiv. 


Ausstellungsansicht: Spiegelarche Roldisleben Fotos: Eric Tschernow